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Aus dem Malunterricht

Es gibt einen Weg
den keiner geht
wenn Du ihn nicht gehst.
Wege entstehen,
indem Du sie gehst.

Beispiel aus dem Hell-Dunkel Zeichnen

Projektarbeiten

Fächerübergreifende Projektarbeiten und unterrichtsbegleitende und- ergänzende Angebote werden in den Schulalltag integriert.

Beispiele für fächerübergreifende Projktarbeit der Klassen 8 und 9 sind Gedichte aus dem Deutschunterricht wie auch eigene Gedichte, die in Einklang mit fotografischen Eindrücken gebracht wurden. Sehen Sie hier Auszüge aus unseren Arbeiten:

Ganz oben, ganz unten

Manchmal bin ich ganz oben,
unbesiegbar, erfolgreich,
stolz auf das, was ich erreicht habe,
was ich bin und weiß

Manchmal bin ich ganz unten
bedrückt von der Schuld,
enttäuscht von meinen Mitmenschen,
verunsichert durch eigene Fehler und Irrtümer
mutlos und ohne Vertrauen in meine Möglichkeiten.

Ich würde mich nicht mögen,
wenn ich nur oben oder nur unten wäre.
Beides ist nur erträglich
zusammen mit dem anderen.
Beides hat mich geprägt und zeigt mir,
wie ich bin:
stark und schwach, hart und sensibel
und immer wieder
verliebt in das Leben

Rainer Hak

Alle Dinge werden zu einer Quelle der Freude,
wenn man sie liebt.

Thomas von Aquin

Aus Glut und Erz

Aus Glut und Erz aus Salz geballt,
so weit Licht, Äonen alt,
aus allem wird der Mensch Gestalt
und immer neu geboren.
Um Eisen in Glut zu sein,
um andern ein Mensch zu sein,
wird jeder Mensch geboren.

Um alt und weit wie Licht zu sein,
um Lippe, Wasser, Durst zu sein,
um alles und um nichts zu sein,
gehen manche miteinander
in Fernen, die keiner kennt,
durch Glut, die uns zusammenbrennt,
zu leben, was Leben kennt,
gehen Menschen zueinander.

Huub Oosterhuis

Wer den eigenen Weg geht

Wer den eigenen Weg geht,
geht nicht den Weg der anderen,
folgt nicht fremden Wünschen und Vorstellungen,
hört auf die eigene Stimme,
wird in seinen eigenen Entscheidungen klar,
wagt zu sagen was er denkt,
wagt zu tun, was er sagt,
weicht nicht aus,
entwickelt Stehvermögen,
steht zu sich selbst,
ist sich selbst ein Freund,
fängt an, sich und andere zu lieben,
schiebt das Dunkle nicht von sich auf andere,
wird sich selber treu,
vertraut sich selbst und anderen,
sagt „ja“ zum Leben,
lebt mitten im Leben,
schöpft das Leben aus,
sagt „ja“ zum Tod,
geht seinen Weg zu seinem Ziel.

Uwe Böschenmeyer